Inspiriert von LAGOM, meine Challenge: Kaufstopp!


LAGOM

Neu in meinem Bücherregal ist ein weiteres Buch über Lagom*, die schwedische Formel für “glücklich leben in Balance” vom Callwey Verlag.

Dieses möchte ich Euch ganz kurz vorstellen, aber viel mehr dann darauf eingehen, wozu mich dieses Buch inspiriert hat. Zu einer ganz persönlichen Challenge, bei der ich mich über Eure Unterstützung freuen würde. Ich erlege mir selbst einen Kaufstopp auf!

Buchvorstellung LAGOM

Zuerst möchte ich Euch das Buch kurz vorstellen. Über “Hygge” und “Lagom” habe ich schon einiges gelesen, weil es mich einfach wahnsinnig interessiert. Doch mit diesem LAGOM-Buch wurde mir so etwas, wie eine kleine “Bibel” an die Hand gegeben. Anfangs erklärt es nochmal, was Lagom überhaupt ist, dann kommen Themen wie LAGOM Leben (Work-Life-Balance), LAGOM Essen, LAGOM Styling, LAGOM Fühlen (Gesundheit), LAGOM Kontakte, LAGOM für den Planeten (Umwelt, Nachhaltigkeit) und zuletzt LAGOM Glück.

Immer wieder schlage ich darin nach. Zum einen weil es einfach schöne Bilder hat, zum anderen verständlich beschrieben ist und einen gleich mitnimmt. Im Buch findet man praxisnahe Tipps und Anregungen, z.B. für ein schönes, nachhaltiges Zuhause oder Stil in Puncto Fashion.

Ist weniger mehr?

Themen wie “Hygge” und “LAGOM”, einfach glücklicher leben, mit weniger zufrieden sein, eine bessere Work-Life-Balance zu haben und der Trend zum Minimalismus nehmen ja immer mehr zu. Das wiederum wundert mich überhaupt nicht. Wir leben ja momentan in einem absoluten Überfluss. Das ist nicht alles schlecht, nicht falsch verstehen. Aber brauchen wir das alles?
Ein Kollege meines Mannes erzählte neulich von einer befreundeten Familie mit vier Kindern, die einfach total glücklich und entspannt leben. Am liebsten würde ich diese mal besuchen und einfach einen Tag lang still beobachten. Warum sind sie so entspannt? Ich hakte beim Abendessen nach. Der Mann arbeitet wohl nur halbtags, sie ist dabeim, da sie noch ein Baby haben. Weniger Geld, klar, aber mehr Zeit! Ist Zeit heute nicht der größte Luxus? Auch wenn er oft Holz schlagen geht, um rein damit das Haus zu heizen, scheinen sie mit weniger einfach glücklicher zu sein.

Das bedeutet jetzt nicht, dass ich unsere Heizung abschaffen will, aber ich möchte mit kleinen Dingen anfangen! Schon öfters hatte ich erwähnt, dass unsere Kinder sich oft um Spielsachen streiten. Dabei jetzt gar nicht mal so, um die wirklichen Lieblingsspielsachen, sondern um so – in meinen Augen – Kleinigkeiten. Da steht ein Jahre lang nicht benutztes Auto frei zugänglich, einer nimmt es und sofort wollen es alle haben. Daher miste ich in letzter Zeit rigoros aus, habe einiges verkauft, einiges verschenkt und viel dem Kindergarten gespendet. Aber ich habe nicht alles weggegeben, manches einfach mal nur weggepackt. Zum Beispiel Duplo, haben sie als kleine Kinder alle gern mitgespielt. Dann dachte ich sie seien nun zu alt dafür, ich hebe es mal (für meine Enkel?) auf und packte alle Steine weg. Neulich holte ich es wieder raus und tatsächlich, alle drei Kinder haben ganz lange ganz friedlich und vor allem miteinander damit gebaut und gespielt.

Aber es soll jetzt gar nicht um die Kinder gehen, sondern um mich. Instagram und Co. inspirieren einen ja den ganzen Tag. “Oh, sie hat aber eine schöne Vase da stehen!” oder “oh, der Shop hat ja tolle neue Sachen bekommen” oder auch “mann, das Shirt von XY gefällt mir aber gut!”. Irgendwie springt da im Gehirn der “will-ich-haben-Modus” an.
Komischerweise wird gleichzeitig das rationale Denken (bei mir zumindest) komplett ausgeschaltet! Da stelle ich keine Fragen mehr wie “brauche ich das wirklich?” oder “passt das überhaupt zu mir?”. Da fällt mir direkt wieder das Zitat von Vivienne Westwood ein: buy less, choose well, make it last!

Meine Challenge: Kaufstopp!

Um meinen Perfektionismus mal abzulegen, nicht immer nach mehr zu streben, sondern mit dem glücklich zu sein, was ich habe, werde ich mir selbst einen Kaufstopp auferlegen. Denn ich habe verdammt viel zum Glücklichsein, allen voran eine tolle Familie, ein Haus, ein Auto…
Machen uns Dinge denn wirklich glücklich? Oder doch eher Momente, wie ein spontaner, richtig netter Kaffeeklatsch mit der Freundin?
Und egal wie verlockend und anziehend schöne Bilder in den sozialen Netzwerken sind, ich werde zunächst für drei Monate nichts mehr kaufen.
Begleitet Ihr mich?
Denn ich glaube, es klingt so leicht, wird aber bestimmt schwer.
Damit fange ich nicht jetzt an, kurz vor Weihnachten doch ungünstig, aber neues Jahr, neue Challenge!
Vom 1.1.-31.3.18 möchte ich nichts kaufen!
Ausgenommen natürlich Lebensmittel oder wenn etwas kaputt geht und einfach ersetzt werden muss oder natürlich wenn die Kinder wachsen, dann müssen z.B. einfach neue Schuhe her.
Frische Schnittblumen nehme ich auch aus, vielleicht Luxus, aber die brauche ich, fürs Gemüt, fürs Zuhause.
Wenn Duschgel leer ist, darf natürlich auch neues gekauft werden.
Aber sonst: nada. Keine Deko, kein Shirt, da ich mehr als genug im Schrank habe…

Im Buch LAGOM wird eine Familie vorgestellt, die Umweltaktivisten sind. Ok, vielleicht eine Nummer zu extrem für mich. Aber die Frau wird interviewt und sie beschreibt ihr nachhaltiges Zuhause und sie haben sich einen Kaufstopp auferlegt. Nichts kaufen, bis auf Kinderkleidung, die ersetzt werden muss. Sie berichtet, dass sich dadurch ihr Konsumverhalten komplett verändert hat.
Mich inspiriert das. Ich möchte das probieren.
Weiter werden Tipps für nachhaltiges Konsumverhalten gegeben, Tipps wie “zähl bis Zehn” oder “Großeinkäufe vermeiden”, denn bei Lockangeboten wie “Nimm 2, zahl 1” kauft man doch mehr als man braucht, wenn man auch mal betrachtet, wie viele Lebensmittel im Müll landen. Zuletzt werden in diesem Kapitel die Vorteile einer distanzierten Einstellung zu materiellem Besitz beschrieben. Umwelt schonend zum einen, aber auch für den Geldbeutel und die geprägten (Konsum-)Verhaltensmuster auszulöschen, soll wie eine Neuprogrammierung des Gehirns sein.
Ich bin gespannt. Am 1.1. geht es los.
Ganz ehrlich und im ernst. Werde berichten.

Wozu ein Buch gut sein kann… 😉

Eure Bea

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und das Buch ist ein Rezensionsexemplar.

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