Kids – das Ding mit den Hausaufgaben im eigenen Zimmer – oder doch am Esstisch?


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Hausaufgaben im eigenen Zimmer

Erinnert Ihr Euch noch, dass wir im letzten Jahr für den Großen einen Schreibtischstuhl angeschafft und die Arbeitsecke neu gestaltet haben? Ziel war ja ein wenig, dass er seine Hausaufgaben im eigenen Zimmer macht, wenigstens manchmal…
Wie das so geklappt hat und wie es aktuell läuft, davon möchte ich heute ein wenig berichten bzw. Euch updaten, außerdem verrate ich Euch noch unsere Tipps für das Erledigen der Hausaufgaben.
Hausaufgaben im eigenen Zimmer moll Maximo
Vorweg ist zu sagen, vielleicht ging die Intention mit dem eigenen Zimmer ein wenig von mir aus, da beide Schulkinder mittags hier am Esstisch ihre Aufgaben machten, die Kleinste sich aber auch nicht immer allein und ruhig beschäftigt hat und es daher doch manchmal chaotisch und anstrengend war. Ich sass zwischen beiden, half mal hier und mal da, versuchte gleichzeitig der Jüngsten gerecht zu werden, für Ruhe zu sorgen, damit sich die Großen konzentrieren können, ach, Ihr kennt das sicherlich.

Das Ding mit den Hausaufgaben

Das Ding mit den Hausaufgaben ist auch wahrlich nicht einfach. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Kinder schon erschöpft und müde aus der Schule kommen. Dort mussten sie quasi schon einige Stunden lang still sitzen und sich konzentrieren. Die Hausaufgaben erscheinen dann doch eher eintönig und langweilig, vielleicht lief der Tag nicht gut und die Kinder brauchen einfach mal einen Abstand zur Schule. Naja, letztendlich “müssen” die Aufgaben ja erledigt werden und mir ist es dann ganz lieb, wenn wir dies baldmöglichst erledigen. Damit einfach auch noch an manchen Tagen den Nachmittagsbeschäftigungen nachgegangen werden kann oder die Kinder Freunde treffen können oder einfach mal Freizeit haben.
Hausaufgaben Schulkind Tipps für die Erledigung
Tja, das Ding mit den Hausaufgaben löst sich also nicht von allein. Also, manchmal schon. Es gibt ja auch Tage, da läuft alles, die Kinder sind konzentriert, schnell fertig und alles ist supi!

Tipps für das Erledigen der Hausaufgaben

Leben in einer Familie mehrere Kinder und hat man vielleicht noch das ein oder andere eigene Bedürfnis, ist es schon schwer, aber trotzdem versuche ich die Kinder in ihrem eigenen Rhythmus die Hausaufgaben erledigen zu lassen. Der Große macht die Aufgaben direkt nach dem Essen und das auch noch recht konzentriert, während unsere Tochter hingegen erst mal eine Pause braucht. Am liebsten geht sie noch mal raus, spielt auf dem Holzpferd im Garten oder tobt herum. Dann schafft sie es wesentlich besser sich auf ihre Schulaufgaben zu konzentrieren und muss etwas gelernt werden, klappt das bei ihr am Abend in Ruhe im eigenen Bett (mit mir zusammen) am besten!

Stichwort “in Ruhe”, ja, ich denke die Ruhe hat oberste Priorität. Beide Schulkinder arbeiten in Ruhe am besten, was sehr für das Lernen im eigenen Zimmer spricht.

Was ich festgestellt habe, dass die Kinder zwar schon wirklich gut, selbständig und wirklich viel lernen, aber trotzdem erst mal Lernen lernen mussten und ich auch versucht habe ihnen dabei ein bisschen Spaß zu vermitteln. Schreibt der Große z.B. Klassenarbeiten über komplexe Themen, fassen wir das Thema erst mal zusammen. Wir haben aber z.B. zum Thema “Römer” auch schon mal einen Dokumentarfilm geschaut, der wirklich vieles veranschaulicht hat. So macht Lernen natürlich gleich viel mehr Spaß. Natürlich wird nicht immer Film geschaut, aber mit Bildern und Illustrationen kann man schon vieles veranschaulichen und können die Kinder komplexe Themen erst mal bündeln und das Wichtigste zusammenfassen, klappt es auch mit dem Lernen ganz gut.
Unterstützung bei den Hausaufgaben moll Maximo
Da sind wir schon bei einem weiteren wichtigen Punkt: meine Unterstützung. Diese wird nicht immer gefordert, manchmal gar nicht, manchmal öfters. Aber da zu sein, mit Lerntipps zur Seite zu stehen, mal etwas korrigieren und besprechen oder doch auch manchmal gemeinsam mit den Kindern die Unterrichtsmaterialen sichten und organisieren, hilft schon enorm.

Natürlich sollen die Kinder, neben all der zur Verfügung stehenden Unterstützung, auch lernen selbständig zu arbeiten. Daher finde ich Lerntipps toll, man zeigt ihnen, wie sie selbst gut lernen können und hilft dann dabei, indem man sie z.B. abfragt oder was diktiert.

Was ich auch sehr wichtig finde, ist die Anerkennung und man sollte auch auf die Bedürfnisse der Kinder achten. Glücklicherweise kommt es selten vor, aber es gibt Tage, an denen die Kinder einfach mehr Pausen brauchen oder man auch mal Mut zur Lücke zeigen darf.

moll Maximo

Wie läuft es denn nun bei uns, seitdem der moll Maximo in der Arbeitsecke des Großen eingezogen ist? Detailliert hatte ich diesen hier vorgestellt.
Wie Ihr an meinen Tipps für das Erledigen der Hausaufgaben sehen könnt, mal so, mal so. Sprich, wird es hier im Wohnzimmer zu laut oder er muss konzentriert arbeiten, erledigt unser Sohn nun öfters seine Aufgaben im eigenen Zimmer.
Arbeitsbereich im Kinderzimmer für Hausaufgaben
Dort hat er definitiv mehr Ruhe und kann selbständiger arbeiten. Wichtig dabei ist, dass sich die Arbeitsecke ein wenig vom restlichen Zimmer abhebt. Die meisten von uns verlassen ja morgens auch das Haus und gehen zur Arbeit, hier ist schon eine räumliche Trennung da, was im Kinderzimmer nicht so ist. Aber ein klar strukturierter und nicht mit Spielzeug überladener Arbeitsplatz hilft da schon enorm. Außerdem sollte er hell sein, daher steht er bei uns direkt unterm Fenster oder es wird mit einer guten Schreibtischlampe nachgeholfen (ebenfalls hier nachlesen).
Hausaufgaben am Esstisch
Allerdings gibt es auch Tage, da möchte er die Hausaufgaben nicht im Zimmer machen, sondern doch bei seiner Schwester und mir am Esstisch sitzen. Oder es ist ein Tag, an dem mehr Unterstützung gefordert ist oder wir gemeinsam etwas erarbeiten. Das ist auch völlig ok und für uns schon ein alltägliches Ritual, dass wir mittags alle am Esstisch sitzen.

Den moll Maximo möchten wir aber nicht mehr missen, so wandert dieser einfach manchmal ins Wohnzimmer. Zum Glück hat er ja den praktischen Griff, an dem er einfach verschoben werden kann.
Griff moll Maximo
Das rückenschonende und gesunde Sitzen ist mir wichtig, daher hatten wir uns ja für diesen Stuhl entschieden. Er passt sich einfach viel besser der Sitzposition des Kindes durch seine Verstellmöglichkeiten an. Neben der Sitzposition wird so einfach auch immer die Körpergröße und die -proportionen bedacht und die stoß­gedämpfte Sitz­fläche sowie die pendelnd gelagerte Rücken­lehne motivieren dazu immer wieder eine neue Haltung ein­zunehmen. So wird nicht in gleicher Position verharrt. Ich merke das immer deutlich daran, dass unser Sohn sich hier zwar bewegend aber doch ruhig verhält. Auf anderen Stühlen zappelt er mehr, da sich der Stuhl nicht der Position anpasst.

Ihr merkt schon, ein Patentrezept gibt es nicht bei dem Ding mit den Hausaufgaben, da auch jedes Kind anders ist. Mit einem Wechsel zwischen eigenem Zimmer und Esstisch fahren wir hier ganz gut, aber ein guter Schreibtischstuhl ist unabdingbar. Diese Investition lohnt sich, vor allem kann der Maximo viele Jahre (bis zu einer Größe von 1,95m) mitwachsen.

Wo machen Eure Grundschüler ihre Hausaufgaben?
Eure Bea

2 Kommentare

  1. Liebe Bea, ich verfolge so gerne deinen Block und der heutige Artikel war wunderbar! Dankeschön, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Wir haben mittlerweile auch ein Schulkind in der zweiten Klasse und ein weiteres darf im Sommer starten. Aber auch wir haben das Problem, die Ruhe zu finden. Der Große genießt die Zeit, wenn nur ein Elternteil sich ausschließlich mit ihm und seinen Aufgaben beschäftigt, aber du hast genau das gleiche “Problem” geschildert, denn gern würde ich ihm öfter diese Alleinzeit geben, kann es aber nicht, weil Nummer 2 und nochmehr die kleine Schwester mit 2,5 Jahren Aufmerksamkeit möchte. Dennoch probieren wir es weiter und es macht mir Mut, in dieser Weise auch den Kindern das Lernen zu lernen. Dankeschön! Dana

    • Liebe Dana,
      erst mal vielen Dank für Dein liebes Feedback! Ja, ich dachte, ich schreibe jetzt einfach mal eine ehrliche Kolumne, denn es ist wahrlich nicht einfach, immer allen Kindern gerecht zu werden. Was sich eben z.B. in der Situation mit den Hausaufgaben zeigt. Aber in kleinen Schritten geht das und ganz ehrlich, notfalls darf die Kleine mal eine Filmfolge in der Zeit gucken und ist mal still. Oh ja, Rabenmutter. Ich drücke Euch die Daumen, aber auch mit zwei Schulkindern wird sich das im Sommer einpendeln, denn die Großen werden mit jeder Klasse selbständiger! Liebe Grüße
      Bea

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