Kids – Update BLW und Stillen (nach fast einem Jahr)


Stillen

Hallo Ihr Lieben,
meine Kleine wird nächsten Donnerstag ein Jahr! Ein Jahr! Irgendwie lasse ich gerade so viel Revue passieren, schwelge in Erinnerungen, denke nach, der Grad zwischen Lachen und Weinen ist schmal. Glaube das ist normal. Bei mir ist es normal. Irgendwie bringt dieser erste Geburtstag das mit sich.
Aber Zeit Euch ein Update über ihr Essverhalten zu geben.

Wie Ihr wisst, habe ich fast sieben Monate voll gestillt, dann wollte ich mit Beikost starten und Mini zeigte deutlich, dass sie jegliche Form von Brei ablehnt. Und dies vehement. Also machte ich mich über Baby-led weaning schlau, wozu es ja schon mehrere Posts hier gibt. Damit fuhren wir ganz gut, auch wenn der Beginn zögerlich war, das Stillen lange lange lange die Hauptnahrungsquelle war.
Irgendwann wurde das Gematsche weniger und so mit neun/zehn Monaten hatte ich den Eindruck sie nimmt nun wirklich Nahrung über BLW auf. Ab dann wurde es herrlich entspannt! Ich kochte nicht mehr extra, sondern ob zu Hause oder im Restaurant, sie bekam das, was wir essen. Durch die anderen Zwei koche ich ohnehin recht ausgewogen, gesund und kindgerecht und sie war und ist glücklicherweise sehr experimentierfreudig und probiert alles (natürlich mag sie nicht alles).

Bis vor drei Wochen stillte ich aber in 24 Stunden noch ca. fünf mal. Irgendwie waren meine Gefühle da ambivalent. Auf der einen Seite genießte ich es, diese Zweisamkeit zwischen ihr und mir, diese Innigkeit und das Gefühl “sie ist ein Baby” (ich weiß ja nun, wie schnell die Babyzeit vorbei geht) und das Wissen, dass es das letzte Mal sein wird. Auf der anderen Seite war ich doch sehr gebunden, vermisste langsam etwas Freiheit. Mal auszugehen, mal ein Gläschen Wein zu trinken, sie mal bei Papa oder Oma zu lassen ohne Angst, sie könnte mich brauchen…

Tja und dann kam der Tag X, genauer gesagt der 6.3.15, an dem sie auf einmal “richtig” mitgegessen hat und tagsüber die Brust gar nicht verlangte, auch abends nicht. Und das ist so geblieben. Ich stille sie nachts-morgens, also sie schläft von 19 Uhr an und wird zwischen 3:00 und 5:00 Uhr morgens wach. Dann hole ich sie zu mir ins Bett und stille sie. Lange. In Ruhe. Das Haus ist still. Nur sie und ich. Und das ist wunderbar. Schön. Auch wenn ich oft nicht mehr einschlafen kann, das ist unsere Zeit. Sie schläft dann an mich gekuschelt wieder ein und ich höre ihrem Atem zu.
Ich bin froh und dankbar sie nähren zu können, bin auch froh über Stücke zurückgewonnenener Freiheit und bin froh, dass ich jederzeit die Option habe zu stillen, sie aber auch mal etwas “abgeben” zu können.

Gestern waren wir zu Fünft in der Therme, Schwimm-Bade-Wellnesstag. Mini war ewig mit im Wasser, irgendwann zu müde zum Essen, zu aufgedreht, um in dem Bad zur Ruhe zu kommen. Ich legte sie einfach an, sie trank und fand so zur Ruhe, dass sie letztendlich eingekuschelt auf der Liege ihren Mittagsschlaf hielt, während die Geschwister tobten!

Ich stille gerne und bin auch noch nicht bereit abzustillen. So ist es gut. Wenn sie krank ist und Nahrung verweigert, stille ich vermehrt, ansonsten bin ich mit unserem frühen Morgen gerade sehr zufrieden.

Liebe Grüße von Eurer LifestyleMommy

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