Mama-Talk // Neujahrsvorsätze


Willkommen 2016!
Mein erster Beitrag im neuen Jahr (der letzte war nämlich noch im alten Jahr vorbereitet) und wir starten pünktlich zum ersten Montag des Monats mit einer neuen Runde Mama-Talk und es gibt wohl kein passenderes Thema als Vorsätze für das neue Jahr!

Nein, ich möchte Euch jetzt nicht mit den üblichen Phrasen kommen, wie “mehr Sport machen”, “abnehmen”, “gesünder ernähren”. Denn – Hand aufs Herz – diese Vorsätze hat wahrscheinlich jede Frau im Hinterkopf.
Eigentlich bin ich gar kein großer Fan von Neujahrsvorsätzen, meistens sind sie doch zum Scheitern verurteilt. Aber das neue Jahr ist schon ein guter Anlass, um so manche Gewohnheiten zu überdenken und den Startschuss für was Neues zu geben. Es ist eben so eine Sache mit den Vorsätzen, bei mir klappen Dinge meist besser, wenn ich es wirklich möchte, nehmen wir das Beispiel “Abnehmen”, da können noch so viele erste Januar kommen, wenn die Versuchung zu groß ist, greife ich doch wieder zur Schokolade. Zwickt aber die Lieblingsjeans oder die Zahl auf der Waage erschreckt einen, dann kommt bei mir so ein Punkt “jetzt reicht´s” und ab dann klappt es mit der gesunden Ernährung meist von ganz allein. Willenssache! Überzeugung! Ehrlich sein zu sich selbst!

Aber dennoch kann auch ich nicht leugnen, dass der Jahreswechsel zum Nachdenken anregt, man lässt das alte Jahr Revue passieren und rechnet automatisch auf, was gut und was schlecht war.
Also möchte ich Euch heute meine Vorsätze für das Jahr 2016 als Mama nennen.
Mama-Talk
1. Obwohl ich ein wirklich strukturierter Mensch bin, möchte ich an diesem Punkt ansetzen. Der Blog hat sich zu einem erfolgreichen, kleinen Job entwickelt. Das ist toll, das freut mich, das ist eine schöne Anerkennung für das, was ich hier tue. Aber es ist ja nicht so, dass mir im Alltag etwas langweilig ist, ich nichts zu tun hätte und einfach mal ein bisschen schreibe. Es macht mir Spaß – zweifelsohne – aber es ist Arbeit. Es ist Planung, es kostet viel Zeit, die Texte müssen geschrieben, korrigiert, formatiert werden, die Bilder geschossen und bearbeitet werden. Manchmal gibt es Termine mit Kooperationspartnern, die eingehalten werden müssen. Aber hier springen drei Kinder herum und “Mama” ist mein Hauptberuf! Da ich aber beides gern mache, möchte ich hier an meinem Timing schrauben. Zeit zum Bloggen, um hier konzentriert und richtig arbeiten zu können und aber Zeit nur für die Kinder, ohne an den nächsten Beitrag denken zu müssen oder an den nächsten Post auf einem Social Media Kanal. Blogzeit und Familienzeit! Dies zu organisieren, um dem Blog, meinen Kindern und auch mir gerecht zu werden, das ist ein großes Vorhaben im neuen Jahr. Es ist ja ein Mamablog, also spielt das eine schon in das andere hinein, aber mal das ein oder andere Analogwochenende oder feste Arbeitszeiten erleichtern es.
Mama-Talk
2. Mehr Qualitytime mit den Kindern verbringen. Nicht nur bei ihnen zu sein, sondern wirklich aktiv was mit ihnen zu machen. Ich meine jetzt nicht, dass hier immer ein gigantisches Unterhaltungsprogramm laufen muss, aber die Kinder bewusst genießen! Denn gerade die Kleinste zeigt mir immer wieder, wie schnell sie groß werden. Auch wenn es doch so anstrengende Zeiten gibt, ich möchte ihre Kindheit begleiten. Gemeinsame Aktivitäten, z.B. nicht nur hier in den Weinbergen spazieren gehen, sondern öfters mal zum Spazieren in den Park oder in den Wald fahren. Das soll jetzt kein Vorhaben sein, ständig was mit ihnen zu unternehmen, das ist im Alltag mit drei Kindern auch nicht realistisch, aber mal eine Stunde nehmen und basteln, mit allen ein Gesellschaftsspiel spielen oder mit allen ins Bett kuscheln und ein Buch vorlesen. Kleine Momente, die UNS gehören.
Aber es soll kein Zwang werden, dies wann und dann zu tun. Es soll dann passieren, wenn es passt, dafür intensiv. Ich meine, ich bin ja bei ihnen, ich begleite ihren Tag, aber Ihr wisst schon, alles ausblenden und ganz bewusst Zeit mit ihnen verbringen. Vielleicht auch mal öfters mal nur mit einem.
Mama-Talk
3. Die Kinder in mehr Alltagsdinge einbeziehen, denn ja, unser Alltag ist ihre Kindheit! Und für uns (teils lästige) Alltagsdinge wie Unkraut jäten, das kann für die Kinder das größte Abenteuer werden. Gerne möchte ich wieder öfters mit ihnen kochen und backen, sie dabei wirklich helfen lassen, Gemüse schneiden, umrühren, anrichten. Bei Hausarbeiten helfen lassen. Sie beim Einkauf einbeziehen (ok, das besser mit nur einem Kind, Großeinkauf mit drei Kindern ist wahrlich kein Zuckerschlecken!).
Mama-Talk
Aber seien wir realistisch, Kochen und Backen mit Kindern ist eine Schweinerei! Das geht nicht mal eben schnell. Klar, schnell mal umrühren lassen schon, aber sind sie aktiv beteiligt, braucht man Zeit und Geduld! Und diese fehlt mir oft, gebe ich ja zu – Geduld ist nicht meine Tugend! Also möchte ich das ab und zu, dann aber bewusst und geplant machen. Wohl wissend, dass die Küche hinterher einem Großputz unterzogen werden muss. Aber lernen sie nicht im Alltag am meisten?
Bea
4. Me-Time! Das waren jetzt viele Vorsätze mit den Kindern, aber wo bleibe ich? Seit Minis Geburt bleibe ich selbst schon etwas auf der Strecke, dadurch, dass sie enorm mamabezogen ist, Hobbys, Ausgehen – puh, kann ich fast an einer Hand abzählen, wenn es nicht gerade ein Elternabend war 😉
Der Alltag mit (drei) Kindern ist unheimlich anstrengend, ist ein Kind dazu noch krank, passiert was Unvorhersehbares, dann herrscht hier oft Ausnahmezustand. Man funktioniert oft als Mama, ist 24/7 im Einsatz. Es kostet Kraft und Nerven. Schlafmangel ist so gemein. Ich muss zugeben, ich verliere in letzter Zeit noch öfters die Geduld, werde laut, vielleicht auch teilweise ungerecht, das mag ich aber gar nicht. Aber das alles schafft man nur, wenn der eigene Akku voll ist. Und diesen kann ich nur aufladen, wenn ich mich nicht vergesse. Und hier kommen wir doch zu einem klassischen Vorsatz, etwas Auszeit durch Sport, kein Sport zum Abnehmen – ein netter Nebeneffekt – aber um den Kopf frei zu bekommen. Gerne würde ich im Jahr 2016 einen Nähkurs absolvieren, um vielleicht auch hier über ein kreatives Ventil “Dampf ablassen zu können”. Und vielleicht mir einen Stadtbummel ganz allein oder mit einer Freundin zu gönnen, in Ruhe zu stöbern, einen Kaffee zu trinken und vielleicht ein paar Blumen vom Markt mitnehmen. Kleine Inseln, um wieder mit Abstand auf Streitsituationen blicken zu können, um Kraft zu tanken, um mich dann wieder voll und ganz auf die Rasselbande einlassen zu können. Denn meistens freut man sich ja riesig auf eine Auszeit, doch dann umso mehr wieder auf die Kinder!!

  1. Paarzeit. Blicken wir auch hier mal der Wahrheit ins Auge, auch hier funktioniert man als Eltern, genauso wie man es als Mama tut, das Paar, wir, Mann und Frau, steht oft hinten an oder geht im Alltag unter. Aber eine glückliche Partnerschaft ist auch Arbeit, man darf sie nicht vernachlässigen. Sie steckt oft zurück, die Kinder gehen in den ersten Jahren einfach vor, brauchen einen so stark. Aber manchmal vermisse ich das “wir Zwei”, Gespräche, ohne nach jedem zweiten Wort unterbrochen zu werden, mal in Ruhe zusammen essen, ohne ständig was schneiden oder wegwischen zu müssen. Wie genau sich das in den Alltag integrieren lässt, weiß ich noch gar nicht genau. Ein Dank an meine Eltern, die einmal monatlich die Kinder über Nacht nehmen. Aber vielleicht schaffen wir es auch im Alltag, z.B. am Wochenende zusammen zu kochen, wenn die Kinder schon schlafen und das Essen ein wenig zu zelebrieren, dabei intensive Gespräche zu führen.
    Mama-Talk
  2. Den Alltag entschleunigen. Erst jetzt in den Ferien merke ich, wie voll unser tägliches Leben oft ist, wie viele Termine da so anstehen. Kinderturnen zum einen, Musikunterricht zum anderen, das große Mädchen tanzt, da stehen dann auch Auftritte an, eine U-Untersuchung vs. Kinderzahnarzt, Elternabend Schule, Elternabend Kindergarten, Kindergartenfest, Kindergeburtstag und und und. Es ist schön, dass die Kinder Aktivitäten haben, sie sollen ja auch gefördert werden. Aber das Mittelmaß für uns als gesamte Familie ist wichtig. Freie Zeit zum (freien) Spielen für die Kinder, gemeinsame Familienzeit. Es wird immer Termine geben, immer viele. So ist das mit drei Kindern. Aber ich möchte mich nicht mehr so verzetteln, auch mal Nein sagen und vielleicht einen Termin nicht annehmen. Das habe ich jetzt so gemerkt, wie sehr wir es alle genossen haben mal ein paar unverplante Tage in den Ferien zu haben.

Zusammenfassend kann ich sagen, ich möchte an der Balance arbeiten zwischen Arbeit und Familie, zwischen Mamasein und Ich-Sein, um dadurch selbst mal weniger gestresst zu sein, um dann Intensivzeit mit den Kindern und auch mit dem Mann verbringen zu können. Ich habe nicht für alles einen Plan, ein Patentrezept, ich glaube so einiges muss sich (wieder neu) einpendeln, aber ja, das sind meine Vorsätze als Mama und der Wille ist auch ganz stark. Mein Wunsch ist einfach in allem etwas gelassener zu werden!
Auf in ein 2016 voll intensiver Mama-Momente mit bewusst gelebten Auszeiten 🙂

Diese Woche schreiben noch meine Bloggerkolleginnen vom Mama-Talk über ihre Vorsätze: Dienstag Sabrina, Mittwoch Frauke, Donnerstag Nathalie, Freitag Bell, Samstag Isy und Sonntag Lotta.

Habt auch Ihr Vorsätze fürs neue Jahr?
Liebe Grüße von Eurer LifestyleMommy

14 Comments

  1. Pingback: Sport mit Kind – der TFK Joggster Lite im Test – LifestyleMommy

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