Familie – Plan A, Plan B oder planlos geht mein Plan los?


Da kommt schon vor Monaten diese großartige Einladung zu einem Event, um gemeinsam mit meiner Kleinsten nach Köln zu reisen, dort ein Wochenende zu verbringen und ihren Schulranzen aussuchen zu dürfen. Denn tatsächlich wird diesen Sommer auch die Jüngste eingeschult.
Da die Einladung rechtzeitig kam, konnte ich alles planen.
Leider stand schnell fest, dass mein Mann zu dieser Zeit beruflich im Ausland und meine Eltern im Urlaub sein werden.
Somit fiel Plan A der Kinderbetreuung der beiden Großen für das Wochenende weg.
Schnell war mit dem Veranstalter Plan B geklärt, ich könnte mit allen Kindern anreisen. Prima. Plan B wurde bis ins kleinste Detail durchgegangen. Wer kommt wann aus der Schule oder vom Kindergarten, wie und wann reisen wir am besten an? Wie und wann kommen wir zurück? Übernachtung, Verpflegung, “Pferdesitter” – alles war geplant.
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Pläne liebe? Damit ist alles strukturierter, der Tagesablauf geregelter, am besten hat man als Mama aber Plan B schon in der Hinterhand. Aber das Leben mit Kindern hält sich manchmal nicht an einen Plan, weder an Plan A, noch an Plan B oder gar C.

So kam alles ganz anders als geplant gedacht!

Planlos geht mein Plan los
Bild: pixabay

Das Haus war auf Vordermann gebracht, Blumen gegossen, Briefkastenleerung geklärt, der Müll rausgebracht und unsere Reisetasche schon gepackt, als der Worstcase eintrat. Einen Tag vor geplanter Abreise wacht Töchterchen nachts mit hohem Fieber auf. Tief in mir, wusste ich es schon – das war es jetzt. Aber so ganz wollte ich es nicht wahrhaben. Die Vorfreude, vor allem bei ihr, war zu groß. So gingen wir gleich zum Arzt. Diagnose: eitrige Mandelentzündung. Mit Penicillin sollte es ihr aber bald besser gehen und nach 24 Stunden sei sie nicht mehr ansteckend. Wir bekamen eine Krankmeldung, sprachen aber ab, am nächsten Morgen vorstellig zu werden, um vielleicht doch (wenn auch verspätet) fahren zu können.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das Fieber wollte nicht sinken. Sie litt und war wirklich krank. Eine Fahrt, ein Event – beides unmöglich.

Alle Pläne über Bord werfen

Wird ein Kind krank, hilft Dir kein Plan A oder B. Da kannst Du getrost alle Pläne über Bord werfen. Gesundheit ist das höchste Gut und geht einfach vor.
Zugegeben, ich war geknickt, hatte mich auf Bloggerkolleginnen und Veranstalter, einen langjährigen Kooperationspartner, gefreut! Dabei wäre es für mich ja auch Arbeit gewesen, somit konnte ich den Auftrag erst mal nicht annehmen.
Dann allein zu Hause, ohne Mann oder helfende Oma, mit einem seit Tagen hochfieberndem Kind, das permanent an oder auf mir klebte – ich war enttäuscht, sauer, hilflos und hatte einen Lagerkoller!

Planänderung krankes Kind
Bild: pixabay

Mein Mädchen aber da liegend, schlafend wie ein Engel, zu sehen, öffnete mir die Augen. So ist das Leben mit Kindern einfach! Sie lassen sich nicht in Pläne und Strukturen pressen. Es ist auch nicht schlimm mal nicht nach Plan A, B…Z zu leben, sondern sich spontan auf die jeweilige Situation einzustellen.

Ein Event abzusagen, sich auf der Arbeit krankmelden, den Haushalt liegen lassen und nicht nach Plan zu kochen (wobei, es sei angemerkt, meine Speisepläne liebe ich und werde ich trotzdem erstellen, auch wenn sie nicht stringent eingehalten werden), ist nicht schlimm.
Da, was sich ja mit mehreren Kindern im Haushalt nicht vermeiden lässt, auch noch der Große krank wurde, wusste ich, es war richtig nicht zu fahren. Ich war übermüdet durch die schlaflosen Nächte, in denen ich Waden wickelte und ständig meine Hände auf Kinderstirnen legte, um zu fühlen, ob sie wieder hoch fiebern oder nicht. Die Fahrt wäre anstrengend gewesen und ich wäre niemanden gerecht geworden. Nicht mal mir selbst.
Die Kinder waren ohnehin appetitlos, so gab es eben zwei mal hintereinander Buchstabennudelsuppe, warme Brühe ist ja immer gut.
Machte auch nichts.

Als ich die Situation so annahm, wie sie war, wurde es sogar schön! Keine Termine, keine Vorhaben, kein Putzen, kein Einkaufen – nur die Kinder und ich! Zuhause. Gemeinsam. Wir lagen alle auf der Couch, schauten einen Film, wir haben erzählt und gespielt. Je nachdem, wie der augenblickliche Zustand war oder ich sass einfach da – mit heißem Kind auf mir.

Mir fällt es generell unheimlich schwer zu akzeptieren, wenn etwas nicht nach meinem Plan geht. Aber als ich dies jetzt einfach angenommen habe, ging planlos mein Plan los!
Und so schlecht ist das manchmal gar nicht.

Natürlich lieber ohne Krankheit, denn nach 72 Stunden Quarantänelager stieg mein Bedürfnis nach frischer Luft, nach einem Tapetenwechsel – aber gern mit den Dreien ganz ohne weitere Pläne! ♡

Das Abenteuer Schulstart kommt auch ohne Eventteilnahme noch auf uns zu und wird uns, vor allem Mini, bestimmt noch besondere Momente bereiten…

Event Abenteuer Schulstart wegen Krankheit verschoben
Bild: pixabay

Kommt gesund durch den Januar,
Eure Bea

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