Familie – nächstes Jahr gibt es Winterschlaf für alle!


Winterschlaf für alle

In der Tierwelt machen das einige ja ganz schlau, sie halten Winterschlaf! Sie kriechen wieder heraus, wenn erste Blümchen blühen, die Sonne scheint und die Temperaturen milder werden. Das bedeutet auch: wenn die Virenzeit vorbei ist!
Genau das sollte meine Familie auch machen und ich plädiere nächstes Jahr für einen Winterschlaf für alle!

Denn ich bin es leid! Ich habe keine Lust mehr! Ich kann die Aushänge wie “Wir haben Erkältungskrankheiten mit Fieber” oder alternativ “Wir haben Magen-Darm” oder “Wir haben Bindehautentzündung” im Kindergarten nicht mehr sehen. Mehr als ein Stöhnen und Augenrollen bringe ich beim Anblick der Infotafel schon nicht mehr heraus! Diese Meldungen ballen sich gerade zu dieser Jahreszeit extrem.

Wenn ein Kind in der Nähe eines meiner Kinder nur niest oder leicht hustet, bekomme ich Schnappatmung und würde meinem Kind am liebsten direkt einen Mundschutz anziehen oder noch besser, es gleich ausser Reichweite beamen!

Nein, ich gehöre eigentlich nicht zu den hysterischen Müttern, die schon bei Plus 10 Grad die Strumpfhosen unterziehen und Mützen für alle in der Tasche haben. Nein, eigentlich bin ich da eher locker oder sollte ich sagen, war ich locker?
Denn mittlerweile bin ich hysterisch und wie! Denn: ich mag einfach nicht mehr!

Ich. Mag. Nicht. Mehr. Kranksein.!

Krankheiten stärken das Immunsystem der Kinder

Man liest ja, dass Krankheiten das Immunsystem der Kinder stärken. Prima! Waren wir in den letzten drei Jahren (toi toi toi!) davon recht verschont, scheinen meine Kinder diesen Winter fleißig zu trainieren und an einem guten Immunsystem zu arbeiten.

Es begann vor vier Wochen. Montags. Alles wie immer. Mama arbeitet, Kinder sind in Schule und Kindergarten, wir essen gemeinsam zu Mittag, Hausaufgabenzeit. Gegen 15 Uhr legt sich der Große auf die Couch und schläft ein. Auch wenn ich es nicht wahrhaben wollte, tief in mir wusste ich es. Dass das nicht normal für ihn ist und sich da bestimmt eine Krankheit anbahnt. Schnell verdränge ich diesen Gedanken und nutze einfach mal intensive Zeit nur mit den Mädels. Als er nach ein oder zwei Stunden wach wird, kann ich die Wahrheit nicht mehr verleugnen. Er glüht! Von null auf hundert! Na hurra! Das Kind ist krank. Grippaler Infekt.
Ich versuche zu organisieren, was geht, Termine zu verlegen, habe Textabgaben im Nacken und weiß genau, die nächsten Tage haben wir hier ein Krankenlager.

An das Wort Krankenlager hätte ich nicht denken sollen. Schlechtes Omen. Ganz schlecht. Denn ein Tag nach dem anderen fällt ein weiteres Kind aus. Immer die gleichen Symptome: Müdigkeit, Fieber, Husten, Schnupfen.

Dann der Supergau! An Tag 4 rafft es mich dahin. Während meine Kinder ihr Immunsystem also fleißig trainiert haben und mit diesem Wettkampf nach Tag 4 oder 5 durch sind, merkt man mir scheinbar das Alter an, was auch immer. Mein Training dauert nun schon vier Wochen. VIER WOCHEN!!!
Ehrlich: ich drehe durch! Ich werde wahnsinnig.
Nach einer Woche Fieber und einem absoluten Ausnahmezustand hier zu Hause, weil nichts mehr geht, nervt mich mein eigener Anblick. Das bleiche Gesicht, die fettigen Haare, die raue Stimme, wie eine fahle, leblose Gestalt…
Zeit sich zu pimpen, um neben all dem Doping (ja, Mütter dopen sich, wie sonst sollen sie krank den Tag überstehen und ihre Kinder versorgen?), wenigstens halbwegs passabel auszusehen, um nicht immer wieder beim eigenen Anblick in den Spiegel zu erschrecken.

Das Fieber schwindet, die Kräfte kehren langsam, aber gaaaaanz laaaangsaaaam, zurück. Nach drei kranken Kindern, einer schlimmen Woche kranke Mutter, sind wir Ende Woche 2 – Mama immer noch angeschlagen. Die Nase ist noch immer zu, der Husten hartnäckig und die Stimme ist kaum vorhanden.

Einzige Lösung: Winterschlaf

Von Vitamin-D-Gaben über fiebersenkende Mittel, Hustensaft, Sinupret und Co., habe ich alles probiert, Homöopathie, Hausmittel, Medikamente. Ich kann das alles nicht mehr sehen!

Aktuell ist es die vierte Woche ohne strukturierten Alltag, denn zwischendrin – weil ja alle angeschlagen sind – suchte uns noch ein kurzer Magen-Darm-Virus heim.
Also verschont mich mit Aushängen im Kindergarten, eine Bindehautentzündung kann ich gerade echt nicht noch gebrauchen.
Die Kinder sind wohlauf (*schnellaufHolzklopf*), die Mama hustet vor sich hin, vorzugsweise nachts, damit an erholsamen Schlaf ja nicht zu denken ist.

Schön, dass es den drei Rabauken wieder gut, aber die fordern dann auch ihre Mama wieder. Früher, also vor den Kindern, legte ich mich bei einem grippalen Infekt einfach ins Bett und schlief. Ungestört. Vielleicht rief ich noch die beste Freundin an, um ihr einfach mal mein Leid zu klagen, während der Mann Pizza bestellt. Nach drei Tagen Bettruhe war der Fall dann meist auch ausgestanden.
Als Mama ist das eben nichts mit Bettruhe, da funktionierst Du trotzdem. Irgendwie. Glaube das ist die Gleichung, Bettruhe = schnell gesund. Ein zu wuppender Alltag mit drei Kids = vier Wochen krank. Joa. Was willste machen?

Da bleibt doch nur, jetzt auf einen schnellen Frühlingsbeginn zu hoffen, um alle Viren hinter sich zu lassen, die Vitamin-D-Speicher auffüllen zu können und nächsten Winter? Ja, da gibt es Winterschlaf für alle!
Denn weitere Trainingseinheiten des Immunsystems brauche ich so schnell nicht mehr.

Hoffe Ihr seid alle wohlauf, wünsche viel Gesundheit
Eure Bea

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